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//Ich, der dumme Nestbeschmutzer

Ich, der dumme Nestbeschmutzer

Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht mitzuzählen, wie vielen Menschen man im Verlauf eines Tages begegnet die irgendetwas tun oder sagen, weshalb man sich an den Kopf fassen möchte? Nicht die Meckerer, die sich tagaus, tagein über ihre Arbeit, ihr Dasein oder das Leben beklagen. Auch nicht die Jammerer, die hinter all ihren Erlebnissen lediglich Verschwörungen von Arbeitskollegen, Bekannten oder dem Schicksal vermuten.

Gemeint sind diejenigen, die irgendetwas tun oder sagen und man sich die Frage stellt, hat er oder sie das jetzt wirklich getan? Ist das wirklich sein oder ihr Ernst? Wie kann er oder sie das nur so sagen oder tun? Wie kann er oder sie das nur tun und meinen, dass es richtig und legitim ist? Wie kann er oder sie denken, dass es OK ist? Wie kann man nur so gedankenlos oder ignorant durchs Leben geben?

Ich hasse es, wenn Arbeitskollegen immer wieder die gleichen Fehler machen. Oder einen Vorgang aus Bequemlichkeit oder Oberflächlichkeit verändern oder abkürzen. Ganz schlimm, wenn dies direkt Konsequenzen für mich hat. Wenn mein Computer nicht mehr ins Netzwerk kommt, weil ein Kollege seinem Computer die gleiche Netzwerk-Adresse gegeben hat. Weil es ihm zu mühevoll war nachzuschauen, was an Netzwerk-Adressen noch verfügbar ist. Oder wenn zum Beispiel Personendaten ungeprüft weitergegeben werden. Und ohne Prüfung importiert werden. Bis ich aufgrund fehlerhafter Gesamtdaten feststelle, dass bei der Erfassung der Vor- und Nachnamen niemand auf deren Reihenfolge geachtet hat. Egal welche. Bitte nur eine konsequente. Erst Vorname, dann Nachname. Oder andersherum mit Komma dazwischen. Eigentlich ja ganz einfach. Die Korrektur ist leider nicht ganz so einfach. Kein Automatismus möglich. Spätestens dann aber wenn die ersten pakistanischen oder kirgisischen Namen kommen, wird die manuelle Korrektur zum echten Ärger. Wer kennt schon alle Vornamen auf der Welt?

Zeit für Kleinigkeiten

Und dann gibt es auch noch die Kleinigkeiten, die aufgrund ihres permanenten Auftretens an den Nerven zerren. Ob dies der Kollege ist, der morgens mit einem übergroßen Schlüsselbund langsam und gemächlich, klappernd wie ein Schlossgespenst, über die Gänge geht und all diejenigen in laute Gespräche verwickelt, die eigentlich noch gar nicht im Tag angekommen sind. Ebenso wie diejenigen, die Lautstärke bedingt am Gespräch teilhaben. Der gleiche Kollege übrigens, der sich ein bis fünf mal am Tag mit betont lauter Stimme darüber echauffiert, dass die Geschäftsführung wieder irgendetwas „unglaublich Dämliches“ getan hat, was ihn in seiner Arbeit behindert.

Dagegen sind die Kollegen ja harmlos, die im Winter die Fenster aufreißen oder im Sommer die Klimaanlage so kalt stellen, dass es einem die Nasenhaare einfriert. Harmlos zumindest so lange, bis der Nasenspray-Konsum hochgeht oder die Erkältungsrate steigt. Oder der unhygienische Kollege der mit flechtigen Beinen regelmäßig seine Hosenbeine hochkrempelt und nach ausgiebigem Knibbeln, Kratzen und Einsalben mit Kortison wieder zur Arbeit übergeht. Gehört zu den Dingen die mir visuell kein Erlebnis sind. Auch wenn es mich nicht direkt betrifft, so ist mir so etwas eine optische Körperverletzung. Der Kollege ist nicht mehr im Betrieb. Gott sei Dank. Ebenso wie der mitteilsame Kollege, der sich immer in alle Gespräche einmischte. Immer Google oder Wikipedia am Start und immer für eine Korrektur aller Anwesenden gut. Auch wenn er gar nicht am Gespräch beteiligt war. Das erinnert mich auch jetzt gerade an einen hungrigen Kollegen, dem man immer folgen konnte, was er aß und wo sich die Nahrung gerade befand. Dass es so viele unterschiedliche Geräusche, trocken bis nass, im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme gibt, war mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt.

Zeit für Austausch

Trifft man in der Büroküche die einen Arbeitskollegen wird meist über die anderen Arbeitskollegen gesprochen. Oder über die Geschäftsführung. Oder über die mittlere Führungsebene. Oder mit der mittleren Führungsebene über die Kollegen auf einer unteren Ebene. Oder wieder über die Geschäftsführung. Jeder über jeden. Und an den allermeisten Stellen immer mit der Erkenntnis, dass Menschen dumm sind. Dumm weil sie dumme Dinge tun. Dinge die andere betreffen. Dinge die Auswirkungen haben. Dumme Menschen machen dumme Dinge. Und jeder hat mit Dummen zu tun. Lagerarbeiter, Gruppenleiter, Geschäftsführer, Vorstand. Jeder fühlt sich von Dummen verfolgt und bedrängt.

Ich bin auch einer davon. Von den Dummen.

Spätestens dann, wenn ich mir selber an den Kopf fasse, weil mir selbst wieder irgendein Scheiß passiert ist weiß ich: Ich gehöre auch dazu. Ob durch Handlung oder Rede, ich muss feststellen, dass ich nicht weniger dämlich bin. Und obwohl ich es hasse, passiert es mir immer wieder. Dann bin auch ich ganz sicher Büroküchenthema.

Zeit für Dummheit

Ob durch meinen Eingabefehler Teile einer Datenbank im Nirwana verschwinden. Oder mir – obwohl ich das schon hunderte Male gemacht habe – wieder ein bestimmtes Passwort nicht einfällt und ich meinen Kollegen durch Fragen damit nerven muss. Oder wenn ich mittags nach dem Essen ganz gedankenverloren aufstoße (Nein, kein Rülpser) obwohl noch Leute im Raum sind. Oder wenn ich zuhause meine leeren Flaschen aus Bequemlichkeit nicht wegräume. Oder gebrauchte Taschentücher liegen lasse. Aus gedankenloser Oberflächlichkeit. Ich bin mir sicher, dass es Beteiligte und Anwesende total nervt. Die Personen nämlich, die mit mir, mittelbar oder unmittelbar, in dem Moment damit zu tun haben. Vor allen Dingen, wenn es öfter, oder sogar regelmäßig vorkommt. Dann nervt es nicht mehr, dann wird es zur echten Störung.

Zeit für Eskalation

Offene Toilettendeckel, offene Zahnpasta-Tuben sind die Klassiker. Sinnbild für Momente, in denen betroffene Personen den Verursachern an den Hals gehen. Nur indirekt betroffene Menschen wundern sich dann nicht selten, weshalb es wegen einer nicht auffindbaren Schere zum Genozid kommt. Wenn etwas lange genug und in entsprechender Intensität geschieht dann ist die Eskalation vorprogrammiert. Ob durch Klodeckel, Essgeräusche, Gesprächseinmischung oder lautes Schlüsselklappern am Morgen. Irgendwann möchte man all seine Dummen zur Ordnung rufen. Mit Stimme, Gegenständen oder manchmal auch nur blanker Gewalt.

Zeit für Prioritäten

Zeit, Alter, Vernunft. Das Mittelalter ist vorbei. Ich bin über 50. Gewalt verbietet sich von selbst. In meinem Alter wird Eskalation mittlerweile zur Herausforderung. Während ich in den 40ern noch Hoffnung hegte, dass mir Geduld und Weisheit zuteil wird, habe ich dies in den anfänglichen 50ern aufgegeben. Aufgabe insofern, als dass ich nicht mehr damit rechne, gewissen Situationen ruhig zu begegnen.

Ein Vorteil des Alters?
Man macht weniger Fehler.

Das hat etwas mit Erfahrung zu tun. Bekannte Mechanismen sind weniger fehleranfällig. Ein Grund, weshalb ich neue Dinge mittlerweile nur noch dann zulasse, wenn sie wichtig sind. Für mich oder mir Nahestehende. Die Gefahr Fehler zu machen versuche ich zu vermeiden. Und wenn es passiert, dann ist es mir nach der Behebung wichtig, dass es nicht mehr vorkommt. Und wenn es mir dann aus Bequemlichkeit oder Nachlässigkeit wieder passiert, dann hasse ich mich dafür. Für meine eigene Dummheit.

Ich kann es nicht ertragen, wenn meine eigene Dummheit so offensichtlich ist. Und dabei reicht es schon, wenn es nur mir auffällt. Ich will das nicht und tue alles dafür, dass es nicht mehr passiert. So weit die Theorie. Manchmal klappt es: Eingabefehler, Tempos und Getränkeflaschen. Manchmal nicht: Eingabefehler, Tempos und Getränkeflaschen. Was eine Scheiße.

Zeit für Konsequenzen

Ob es den hungrigen Kollegen betrifft. Oder den unhygienischen. Oder den mitteilsamen. Oder den lauten. Ich habe alle angesprochen. Darauf, dass mich ihre Lautstärke extrem nervt. Dass ich von Gesprächseinmischungen nichts halte. Dass ich es selbst entscheide, wann ich mein Wissen durch Google oder Wikipedia erweitern möchte. Und dass ausgiebiges Knibbeln und Kratzen an verschorften Beinen mehr als eine Lärmbelästigung ist. Ich spreche Leute an, wenn etwas passiert was mich nervt, ärgert oder sogar belastet.

In manchen Situationen wird daraus ein Drang, den zu bremsen es eigentlich nicht mehr möglich ist. Wenn das Ärgernis so massiv ist, dass es schon beim kleinsten Auftreten zur emotionalen Verwerfung führt. Während andere sich auf Unmutsäußerung in der Küche beschränken, suche ich Probleme und Ärgernisse proaktiv zu ändern. Mit der betreffenden Person. Mit ruhigen und besonnenen Worten. Das ist immer der Anfang. In der Absicht, demjenigen (oder derjenigen) nicht ans Bein zu pinkeln. In der Absicht, das Problem präzise zu äußern. Nicht mit Publikum. Unter Wahrung von Höflichkeit und Etikette. Im besten Fall an einem ruhigen Ort wo niemand etwas davon mitbekommt. Und dann kann man sich besprechen, eine Übergangslösung für die Zeit von Rückfällen definieren und sich gemeinsam darüber freuen, am Austausch gewachsen zu sein. Unter Laborbedingungen und unter Einfluss von Psychopharmaka funktioniert das auch prima. Im realen Leben kommen Emotionen dazu. Meistens.

Ich scheue mich nicht vor einer Konfrontation. Manchmal hat das auch etwas Reinigendes. Manchmal muss das auch einfach sein. Auch – oder gerade – unter Freunden. Dann tut das sogar manchmal richtig weh. Auf beiden Seiten. Im besten Fall findet man aber immer wieder zusammen. Und ist daran auch freundschaftlich gewachsen.

Mit dem verschorften Kollegen wollte ich mich jedoch weder verbünden noch in irgendeine Richtung wachsen. Ich wollte nur, dass er aufhört. Er hatte auch noch den Arbeitsplatz direkt neben mir. Und es wurde jeden Tag mehr. Zumindest fühlte es sich so an. Ein oder zweimal hatte ich schon etwas „durch die Blume“ gesagt. Dann geht der Stuhl nach hinten und ich wusste, dass es wieder soweit ist: Hosenbeine hoch und knibbeln und kratzen. Ich musste was sagen. Leider waren im Raum auch noch die anderen Arbeitskollegen anwesend.

Meine Güte hat das geknallt und gescheppert. Für viele Menschen sind gesundheitliche Einschränkungen oder Defizite durch Krankheit ein Freifahrtschein zur freien Äußerungs- oder Benehmenswahl, so auch hier. Entsprechend unverschämt wurde auch meine Einlassung betrachtet. Wie ich es nur wagen könnte, sein Leiden anzusprechen. Was es denn mich anginge. Und dass ich überhaupt nicht wissen kann, was er durchmacht. Nein, wusste ich nicht. Ich konnte ihn nur dabei beobachten, wie er sich an den Beinen knibbelte und kratzte. Immer und immer wieder. Einer der anwesenden Arbeitskollegen brachte sich auch noch ein, dass man sowas doch nicht sagen kann. Der arme Kerl und sein Schorf. Danach war ich für den einen Kollegen Satan und für den beteiligten Arbeitskollegen Beelzebub.

Von den exemplarischen vier Kollegen von oben sind drei mittlerweile nicht mehr im Unternehmen. Nicht wegen der nervigen Dinge. Wegen anderer Sachen.

Heute, Jahre danach, finden alle Arbeitskollegen mit Erinnerungsvermögen die Eigenarten der Ex-Kollegen ätzend. Wie ich es nur solange aushalten konnte, neben „dem mit den Schorfbeinen“ so lange zu sitzen und nichts zu sagen. Und wie ich es so lange ausgehalten habe nichts zu sagen, wenn mir der „Wikipedia-Man“ versuchte die Welt zu erklären. Heute finden sie es lustig. Heute pflichten sie bei. Heute haben sie eine Meinung. Gottseidank sind die Ex-Kollegen nicht mehr da. Gottseidank hat einer seine Klappe aufgemacht. Nicht auszudenken, wenn sie noch da wären. Das wäre ja nicht auszuhalten.

Pharisäer!

Zeit für Konsolidierung

Seit ich über 50 bin mag ich meine Klappe nicht mehr halten. Ich habe festgestellt, dass es einfacher ist etwas direkt auszusprechen, als mit einem Knubbel im Hals daran zu ersticken. Sowas kenne ich noch zur Genüge von früher, als man sich der familiären Umwelt zuliebe zurückgehalten hat. Und ich scheue mich auch nicht davor zurück, Dinge auszusprechen und deshalb oder gerade deswegen in Konfrontationen zu gehen.

In meinem Hauptjob ist es einfach geworden. Die Leute mit denen man sprechen kann haben sich ausgetauscht und viele Dinge geändert oder damit aufgehört. Das betrifft auch meine Person. Wir finden uns jetzt nicht mehr dumm und ätzend. Außer vielleicht der Kollege mit dem Schlüsselbund. Den sehe ich aber auch nur morgens. Daran haben wir uns gewöhnt.

Zeit für Details

In meinem Nebenjob als Groupfitness-Trainer ist es etwas schwieriger. Das hat auch was mit Leidenschaft zu tun. Ich liebe Sport. Ich liebe den Job als Trainer. Ein Studio ist für mich ein Tempel. Und ich kann es nicht leiden, wenn jemand auf meinen Altar scheißt.

Ich kann es nicht leiden, wenn jemand Zahlen manipuliert, nur dass im entsprechenden Gruppenfitness-Kurs mehr Teilnehmer gemeldet werden können als wirklich da waren. Ich mag es generell nicht, wenn Trainer einen schlechten Job machen. Wenn jemand ohne oder mit schlechter Ausbildung so tut als wäre er oder sie richtig gut und wichtig. Wichtigtuer kann ich ganz besonders gut leiden. Und Trainer die gefährliche Bewegungen machen oder die Leute mit unkontrollierter oder unmäßiger Bewegung “umbringen”. Ganz nach dem Motto: “Maximal auf die Fresse” und “Die können das schon ab”.

Ich kann es nicht leiden, wenn jemand einen solchen Scheißjob macht. Und das betrifft junge Trainer ebenso wie alte. Wenn ein junger Trainer (noch) nicht richtig zählen kann, darüber kann man noch hinwegsehen. Wenn sie noch nicht so sicher in der Musik agieren, was soll es? Sie werden es lernen. Wenn aber alte Trainer außerhalb jeglicher Gesundheitsvorschriften agieren, wenn sie nicht in der Musik arbeiten, dann könnte ich kotzen. Und es ist mir egal, wenn sie irgendwelche Dinge schon seit 20 Jahren machen. Schlecht wird nicht dadurch gut nur weil man es seit 20 Jahren ohne Widerspruch macht. Es hat halt nur 20 Jahre lang niemand die Klappe aufgemacht. Schwierig wird es, wenn man damit auch Lehrer und Ausbilder kritisiert. Die sind es nicht gewohnt, dass sie Gegenwind bekommen.

Auch ein Thema: Herablassende und/oder arrogante Ausbilder, die glauben, dass sie die einzigen sind, die Wissen haben. Da steht jemand vorn, mit einer Fitnesstrainer B-Lizenz und einem Schein für ein Wochenendseminar und will mir Athletik erklären? Nur weil er Ausbilder ist? Nein. Sind die Alten jetzt besser und davon ausgenommen? Ich mag da jetzt gar nicht ausholen.

Ganz deutlich: Hier geht es nicht um Musik-, Wort- oder Kleidungswahl.

Zeit für Polarisation

Mein Preis ist der Zorn der Betroffenen. Und der Zorn der Fans der Betroffenen. Wie kann man nur ihren Star so beleidigen? Wie kann man nur den Oberlehrer spielen, wenn man selbst erst seit wenigen Jahren in einem Bereich unterwegs ist in dem sie schon Jahrzehnte zuhause sind? Wie kann man nur so anmaßend sein und glauben, dass man das Recht hat seine Klappe aufzureißen?

Weil ich nicht erst seit wenigen Jahren in diesem Bereich unterwegs bin. Weil ich mich seit über 30 Jahren mit Sport beschäftige. Weil ich von der Pike auf gelernt habe, was Gesundheit heißt und wie man sie bewahrt. Weil ich mein ganzes Handeln darauf ausgerichtet habe, Menschen in der Erreichung ihrer gesundheitlichen Ziele zu unterstützen. Weil es mir wichtig ist, dass es Menschen gut geht. Das ist das Einzige, was ich mir wünsche. Und ich kann es nicht ertragen, wenn ein solches Ziel aufgrund von Profilneurosen, Inkompetenz oder Selbstsucht von Leuten unterminiert wird. Und dann ist es mir auch egal ob das Trainerkollegen, Ausbilder, oder ehemalige Master – egal welchen Formates oder Ausbildungssystems, oder Veranstalter sind. Oder auch ganze Trainingskonzepte und -Systeme. Nicht zuletzt liefere ich Belege. Evidenzen und Studien.

Warum sollte ich also ein Blatt vor den Mund nehmen? Zumal ich an vielen Stellen mit meiner Kritik auch nicht allein bin. Zumindest wenn ich Leute aus dem Umfeld dann persönlich treffe und sie mir mit vorgehaltener Hand sagen, dass ich ja an dieser oder jener Stelle total Recht hatte und dass der oder diejenige es mal verdient hat, es im Forum bei Facebook so richtig besorgt zu bekommen. Glaubst Du nicht? Passiert öfter.

Ich bin halt nur sehr häufig mal wieder derjenige der sich äußert oder für irgendetwas einsetzt.

Wer meine Argumente nicht versteht, wer meine Sätze nur halb liest und sich auf Halbwissen zur Meinung berufen fühlt, mit dem mag ich gar nicht mehr diskutieren. Es ist sehr schade , dass viele hier bei Facebook nur oberflächlich unterwegs sind. Nur halb lesen. Plus Hörensagen, Übertreibung und Stillepost.

Da wird man schnell zum Überarsch. Ich.

Zeit für Konsequenzen 2

in 9 von 10 Fällen bin ich dümmer als Du. Aber in diesem einen verbleibenden Fall weiß ich es aber vielleicht doch besser.

Vielleicht könnte ich ja Recht haben?

Jeder der sich mit mir austauschen möchte, für den bin ich zur Diskussion bereit. Ich lasse mein Wissen gern erweitern oder auch korrigieren, jedoch weder eine fremde Meinung aufzwingen, noch durch Einschüchterung – welcher Art auch immer – ausreden. Ich bewahre jederzeit den guten Ton und Höflichkeit. Bis zu dem Punkt, an welchem mir aggressiv gegenüber getreten wird. Auf Aggressionen habe ich prinzipiell keine Lust. Weder fremde und schon gar nicht meine eigenen. Dann wird aus einer Diskussion eine Auseinandersetzung, die ich grundsätzlich nicht vorzeitig verlasse.

Auf meiner eigenen Chronik habe ich übrigens Hausrecht.

Zeit für Vollständigkeit

Dieser Text ist ein Produkt aus der Erkenntnis es nicht jedem Recht machen zu können. Plus meinem Charakter, es nicht jedem Recht machen zu wollen. Und trotzdem Dinge ändern oder verbessern zu wollen. Dinge, die es wert sind geändert oder verbessert zu werden. Und dafür gibt es auch immer eine Argumentation.

Das ist natürlich ab dem Zeitpunkt kritisch, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt. Ob dies jetzt eine Bühne in einem Sportstudio ist, auf einem großen Event vorn, oder hier bei Facebook im Forum oder auf seiner Chronik. Schwierig wird es, wenn man aus Interesse, Berufung und Idealismus heraus etwas zu sagen hat und dies auch tut.

So wie jetzt.

Ursprünglich wollte ich den Tag heute beginnen mit einem Satz in meiner Facebook-Chronik

„Hey Du. Wenn Du das lesen kannst und mich Scheiße findest, dann hast Du gestern vergessen mich von Deiner Freundschaftsliste zu kicken.“

Habe ich nicht gemacht. Stattdessen habe ich diesen Text geschrieben. Ich bin halt unverbesserlich und glaube daran, dass es doch noch genug Leute gibt die ganze Sätze zu lesen bereit sind. Auch wenn mal etwas mehr da steht.

Zeit für Arroganz

Nein. Nicht an dieser Stelle.

Zeit für Stille

Ich bin davon überzeugt, dass es nicht nur dumme Menschen gibt. Zumindest nicht ausschließlich dumme Menschen.

Allen Lesern alles Gute wünsche

ich, der dumme Nestbeschmutzer.

Von |2018-12-28T13:10:40+00:00August 31st, 2017|Whatever|
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